{"id":33,"date":"2024-07-23T09:36:51","date_gmt":"2024-07-23T09:36:51","guid":{"rendered":"https:\/\/nbthk.eu\/?page_id=33"},"modified":"2024-10-01T12:08:03","modified_gmt":"2024-10-01T12:08:03","slug":"the-japanese-sword","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/the-japanese-sword\/","title":{"rendered":"Das Japanische Schwert"},"content":{"rendered":"<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gedanken \u00fcber ein Kunstwerk<\/h3>\n\n\n\n<p>Professor Otto K\u00fcmmel, der wohl allen Sammlern japanischer Kunst und japanischen Kunstgewerbes ein Begriff ist, schrieb in seinem bereits 1911 erschienenen Buch &#8220;Das Kunstgewerbe in Japan&#8221; \u00fcber das japanische Schwert und erl\u00e4uterte hierzu auf Seite 70:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Das wesentliche Element des japanischen Schwertes ist nat\u00fcrlich die Klinge &#8211; und sie fesselt auch in erster Linie die Aufmerksamkeit des Japaners. Indessen liegen die Eigenschaften der japanischen Klinge so tief unter der Oberfl\u00e4che und offenbaren sich so wenig in leicht erfassbaren Zierformen, dass es einem Europ\u00e4er fast unm\u00f6glich ist, zu einer Auffassung selbst gr\u00f6berer Unterschiede zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle japanischen Klingen, die sich \u00fcber ein gewisses, sehr niedriges Niveau erheben, erscheinen dem Europ\u00e4er zun\u00e4chst fast unbegreiflich vollkommen und die deutlichen Qualit\u00e4tsstufen, die jeder Japaner von einiger Schwertbildung auf den ersten Blick sieht, so gut wie unerkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Schulung, wie sie der Japaner durchmacht, w\u00fcrde wahrscheinlich auch den Europ\u00e4er diese Unterschiede sehen lehren. Aber selbst in Japan ist nichts schwieriger, als eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl guter Klingen wirklich zu studieren und nach Europa sind solche Klingen beinahe nie gekommen, weil die Japaner niemals aufgeh\u00f6rt haben, ihnen die h\u00f6chste Sch\u00e4tzung zu widmen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis heute hat sich an dieser Aussage wenig ge\u00e4ndert. Die einzige Ver\u00e4nderung des von Otto K\u00fcmmel beschriebenen Zustandes bezieht sich n\u00e4mlich fast nur auf den letzten Satz, der dahingehend revidiert werden m\u00fcsste, dass mittlerweile den Interessierten in Japan vielfache M\u00f6glichkeiten geboten werden, wirklich erstklassige Klingen zu studieren. Dazu geh\u00f6ren zahlreiche gute Ver\u00f6ffentlichungen und Literatur zu den verschiedenen Schmiedeschulen und ihren regionalen Auspr\u00e4gungen und die nunmehr doch zahlreichen Ausstellungen hochwertiger Klingen in vielen Museen Japans.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist zu einem gro\u00dfen Teil der japanischen Gesellschaft <b>&#8220;NIPPON BIJUTSU TOKEN HOZON KYOKAI&#8221;<\/b> zu verdanken. Sie gibt nicht nur durch eigene erstklassige Publikationen Gelegenheit zum Studium, sondern neben ihren Ausstellungen in ganz Japan und den regelm\u00e4\u00dfigen Treffen der Branches und Zweigstellen bietet sie immer wieder ernsthaft Interessierten die M\u00f6glichkeit, h\u00f6chst bewertete Klingen in die Hand zu nehmen und zu studieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier sollen Ratschl\u00e4ge gegeben werden, wie man zu einer Beurteilung der Qualit\u00e4tsunterschiede gelangen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei ist zun\u00e4chst nur eines wichtig, dass man sich n\u00e4mlich klar macht, um was es bei diesen Qualit\u00e4tsunterschieden geht. Dazu mag vielleicht die \u00dcbersetzung des Namens der japanischen Gesellschaft beitragen, der schon vorstehend erw\u00e4hnten NBTHK. \u00dcbersetzt hei\u00dft diese Gesellschaft: &#8220;Gesellschaft zur Bewahrung des japanischen Kunst\u2013Schwertes&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist gemeint, dass nicht scharfe Waffen bewahrt werden sollen, sondern wertvolle historische Kunstwerke. Nur unter diesem Gesichtspunkt sind die vielen Qualit\u00e4tsunterschiede zu verstehen. Es soll nicht verschwiegen werden, dass hier Kunst und Gebrauchsf\u00e4higkeit ineinander \u00fcbergehen und, dass es durchaus m\u00f6glich ist, dass die k\u00fcnstlerisch hochwertige Klinge auch die bessere im praktischen Gebrauch ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schwert muss sowohl k\u00fcnstlerischen als auch historischen Wert besitzen, d. h., es muss einerseits hervorragend geschmiedet und geh\u00e4rtet sein und andererseits ein gutes Beispiel f\u00fcr eine bestimmte Epoche in der Geschichte des japanischen Schwertes darstellen. Das Schwert muss seine eigenen, einzigartigen und herausstehenden Eigenschaften in Bezug auf die Form, die Qualit\u00e4t und technische Details haben. Es muss dar\u00fcber hinaus repr\u00e4sentativ f\u00fcr einen bestimmten K\u00fcnstler, eine Schule oder eine Region sein, in der es produziert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese Kriterien zu verstehen, wird im Folgenden versucht kurz aufzuzeigen, was die Charakteristika des japanischen Schwertes sind und wie diese durch historische Hintergr\u00fcnde bestimmt werden. Au\u00dferdem soll eine chronologische Darstellung der Ver\u00e4nderungen des Schwertkampfs bzw. auch der Kampfweise erkl\u00e4ren, wie sich Stile und Formen von Schwertern im Verlauf der Jahrhunderte ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Merkmale des japanischen Schwertes k\u00f6nnen erkannt und erlernt werden, da sie mit einigem Wissen ersichtlich sind \u2013 Offenheit, Lernbereitschaft und Augenschulung vorausgesetzt. Diese Kenntnisse haben wenig mit &#8220;geistigem&#8221; Studium, Zen-Buddhismus, Erleuchtung, Kendo-Training oder der Sentimentalit\u00e4t einer Samurai\u2013Romantik zu tun, sondern k\u00f6nnen in einem spezifischen Kunst\u2013Studium erlernt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieselbe Art und Weise Architektur, Malerei, Skulptur oder Musik an ihren Eigenheiten, an ihrem jeweiligen Stil erkennen und einordnen zu k\u00f6nnen, ist auch auf das japanische Schwert anzuwenden. Man kann es ebenfalls an seinem Stil erkennen und dann zeitlich und nach Regionen, Schulen oder sogar Meistern einordnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tatsache, dass das Schwert sowohl Waffe als auch Kunstwerk ist, verdeckt manchen, der hier nur die Waffe sieht, den Blick auf das Kunstwerk. Bei einem Schwert \u2013 und dies gilt insbesondere f\u00fcr das japanische Schwert \u2013 springt die Kunst ungeschulten Betrachtern nicht so deutlich ins Auge.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber technische Grundvoraussetzungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Um den m\u00f6glichen k\u00fcnstlerischen Wert in einer Klinge erkennen zu k\u00f6nnen ist es erforderlich, auf den Herstellungsprozess eines Schwertes einzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit des Schmiedes beginnt damit, dass er den Rohstahl <i>(tamahagane)<\/i> nach verschiedenen Qualit\u00e4tskriterien vorsortiert. Der Rohstahl ist ein por\u00f6ser, fast schwammartig aussehender Klumpen Stahl. Die ungef\u00e4hr faustgro\u00dfen St\u00fccke k\u00f6nnen einen stark schwankenden Kohlenstoffgehalt haben und sind demzufolge nur teilweise zur Klingenherstellung geeignet.<\/p>\n\n\n\n<p>Man nimmt an, dass viele Schwertschmiede bis etwa zum 15. Jahrhundert ihren Rohstahl selbst hergestellt haben. Dazu wird nat\u00fcrlich vorkommender Eisensand <i>(satetsu)<\/i>, in einem rechteckigen Schachtofen geschmolzen. Gefeuert werden solche \u00d6fen mit Holzkohle.<br>Etwa vom 15. Jahrhundert an haben die Schmiede mehr und mehr den Rohstahl zugekauft und die Herstellung desselben anderen spezialisierten Handwerksbetrieben \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vorsortierten, ausgesuchten <i>tamahagane<\/i> St\u00fccke werden im Holzkohlenfeuer der Schmiede auf Schwei\u00dftemperatur gebracht. Danach wird das Werkst\u00fcck durch Schmieden mit dem Hammer auf dem Amboss verschwei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nachdem welches Schmiedemuster der Schmied in der Klinge anlegen und zeigen will, muss er den dazu passenden Stahl herstellen. Dieses Schmiedemuster (<i>hada<\/i>\u2013 oder Haut) war und ist von Region zu Region und je nach Schmiedeschulen unterschiedlich. Ein in der Provinz <i>Bizen<\/i> hergestelltes Schwert zum Beispiel unterscheidet sich deutlich von einem Schwert aus den Provinzen <i>Yamato<\/i> oder Soshu.<br>Spezielle Schmiedetechniken k\u00f6nnen die unterschiedlichsten Schmiedemuster erzeugen.<br>Namentlich sind das z. B. itame\u2013 (Brettmaserung, Brettstruktur), mokume\u2013 (Holzmaserung), masame\u2013 (gerade Maserung) oder auch ayasugi\u2013hada (eine wellenf\u00f6rmige Maserung). Die hada kann gro\u00dffl\u00e4chig und deutlich sichtbar sein oder auch sehr fein und dicht in ihrer Struktur.<br>Ein gut geschmiedeter Stahl hat ein klares, gleichm\u00e4\u00dfiges Bild, welches sich \u00fcber die gesamte Klinge erstreckt. Dabei spielt es keine Rolle wie fein der Stahl ist oder welches Muster der Schmied angelegt hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine schlecht geschmiedete Klinge zeigt ein ungleichm\u00e4\u00dfiges <i>hada<\/i>, welches unkontrolliert wirkt. Dazu k\u00f6nnen auch noch Fehlstellen, L\u00f6cher oder Risse im Stahl vorkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Besondere an japanischen Klingen ist aber ihre selektive H\u00e4rtung und die Gestaltung der H\u00e4rtelinie.<br>Hierzu wird die fertige und in Form geschmiedete Klinge mit Hobeleisen und Feilen gegl\u00e4ttet und mit einem groben Schleifstein sauber geschliffen.<br>Danach wird eine spezielle Paste, bestehend aus Holzkohle, Schleifsteinpulver und Tonerde, angemischt und als Schutzmantel auf die Klinge aufgetragen. An der noch stumpfen, ca. 2 mm dicken, sp\u00e4teren Schneide der Klinge wird die Paste nur sehr d\u00fcnn aufgetragen, w\u00e4hrend dieser Schutzmantel oberhalb des zu h\u00e4rtenden Bereichs zum R\u00fccken der Klinge hin dicker angelegt ist. Jetzt hat der Schmied die M\u00f6glichkeit, durch eine differenzierte Gestaltung des Schutzmantels das sp\u00e4tere Aussehen der H\u00e4rtung und der H\u00e4rtelinie zu bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Gestaltung der H\u00e4rtung und der H\u00e4rtelinie <i>(hamon)<\/i> ist neben dem Schmiedemuster des Klingenstahls das wesentlichste Element bei der Herstellung von japanischen Schwertern. Diese Technik ist einzigartig und ist so von keinem anderen Land oder von keinem anderen Kulturkreis bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Art der H\u00e4rtung und die Form der H\u00e4rtelinie haben gro\u00dfen Einfluss auf die sp\u00e4tere St\u00e4rke und Widerstandskraft der Klinge und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr das Erscheinungsbild des Schwertes als Kunstwerk.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist der Schutzmantel getrocknet, wird die Klinge im Holzkohlenfeuer gleichm\u00e4\u00dfig auf H\u00e4rtetemperatur gebracht und danach im temperierten Wasser abgeschreckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil der Schutzmantel an der Schneide sehr d\u00fcnn aufgetragen ist, k\u00fchlt der Stahl in diesem Bereich schnell ab, wodurch hier eine H\u00e4rtung entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Prozess, das kontrollierte H\u00e4rten der Klinge, entscheidet, ob eine k\u00fcnstlerisch wertvolle Klinge entsteht oder \u201enur\u201c eine Waffe von geringerem k\u00fcnstlerischen Wert.<br>Ein falsches Einsch\u00e4tzen der optimalen H\u00e4rtetemperatur, die nur an der Gl\u00fchfarbe des Stahls einzusch\u00e4tzen ist, kann eine mangelhafte H\u00e4rtung zur Folge haben. Im schlimmsten Fall bekommt eine Klinge H\u00e4rterisse, wodurch die Klinge unbrauchbar wird.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chten wir einen kurzen Text einer Publikation anf\u00fcgen, die 1733 mit dem folgenden Titel ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer heutigen Historie oder des gegenw\u00e4rtigen Staats aller Nationen, Ersten Theils anderes St\u00fcck, enthaltend eine umst\u00e4ndliche Beschreibung des Grossen Kaisertums JAPAN, an statt der kurtz gefassten Englischen Nachricht des Herrn Capitain Salmon Von dem Herrn M. van Goch.  .D.<br>In Holl\u00e4ndischer Sprache entworffen, und anitzo ins Teutsche \u00fcbersetzt von A. H.<\/p>\n\n\n\n<p>Verlegt von Jonas Korte, Buchh\u00e4ndler in Altona<br>1733<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem er auf Staat und Regierungsform, Landschaft, St\u00e4dte, Natur und Ackerbau sowie Handel eingegangen ist, schildert der Autor Medicus Doctor van Goch zu den vielf\u00e4ltigen Techniken und Handwerken der Japaner auf Seite 105 folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p><i>\u201eDen Stahl zu h\u00e4rten sind sie grosse Meister. Ihre Schwerdter k\u00f6nnen unsere Degens, ohne Scharten davon zu bekommen, mitten durchhauen. Und darin besitzen sie eine Kunst und Wissenschaft die noch zur Zeit in Europa ganz unbekandt ist, da\u00df sie feine g\u00fcldene und silberne Nadeln so zu h\u00e4rten wissen, da\u00df man sie, wie oben gemeldet, zu den schwersten Chirurgischen Operationen gebrauchen kann. Kein Volck versteht sich so wohl auf das Schneiden, Graviren, und Verg\u00fclden der Sowaes, welches eine gewisse Art von k\u00f6stlichen schwartzen Metall ist, von Kupfer mit ein wenig Gold vermenget\u201c.<\/i><\/p>\n\n\n\n<p>M. van Goch beschreibt hier zun\u00e4chst die Qualit\u00e4t japanischer Klingen und lobt, ohne leider genauer darauf einzugehen auch die Bearbeitung von Legierungen wie Shakudo oder Shibuichi.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dieser fr\u00fchen Schilderung zur\u00fcck zu den Beschreibungen der Klingen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Qualit\u00e4t der Klinge als Kunstwerk sind entscheidend:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stahlqualit\u00e4t, Form, <i>Hada<\/i> und <i>Hamon<\/i><\/h3>\n\n\n\n<p>Nur wenn diese vier Komponenten vom k\u00fcnstlerischen Aspekt her befriedigend und sch\u00f6n sind, ist das Schwert von h\u00f6herer Qualit\u00e4t. Je besser diese Komponenten miteinander harmonieren, desto besser, sch\u00f6ner, k\u00fcnstlerischer und qualitativ hochwertiger ist die Klinge. Um das beurteilen zu k\u00f6nnen, ist es wichtig viele gute oder nur gute Klingen zu sehen. Schlechte Kunst verdirbt die Augen.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich muss man wissen, dass Schwerter bestimmter Perioden oder verschiedener Schulen unterschiedliche Sch\u00f6nheiten aufweisen. So wird z. Bsp. eine <i>Ichimonji<\/i>-Klinge in fast allen Kriterien eine andere \u00e4sthetische Wirkung als eine <i>Kotetsu<\/i>-Klinge aufweisen und damit auch andere Qualit\u00e4ten und andere Sch\u00f6nheit zeigen. Ein Bild von van Gogh z. B. unterscheidet sich in den meisten Aspekten von einem Rembrandt, aber ihrer beider Werken wohnt Sch\u00f6nheit und k\u00fcnstlerische Ausdruckskraft inne.<\/p>\n\n\n\n<p>Um solche verschiedenen Sch\u00f6nheiten zu verstehen, ist es unbedingt notwendig bei der Betrachtung einer guten Klinge Kenntnisse zu erwerben, die nur durch ein Studium des Themas und durch Schulung der Augen zu erreichen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei japanischen Klingen handelt es sich nicht nur um eine Kunst, bei deren Studium und Genuss sich beim Betrachter auch eine gewisse Freude einstellt, sondern um eine Kunst, zu deren echtem Verst\u00e4ndnis und W\u00fcrdigung die Betrachter etwas zur Begegnung beitragen m\u00fcssen, n\u00e4mlich Offenheit, Kenntnisse und gute Augen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner ist es n\u00f6tig, sich die Charakteristika der verschiedenen Schulen, Provinzen und Meister einzupr\u00e4gen, damit man die Klingen und folglich ihre Schmiede identifizieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die typische Form des japanischen Schwertes, in der \u00fcberwiegenden Mehrzahl leicht gekr\u00fcmmt, einschneidig und mit einem Mittelgrat versehen, wurde im Laufe der Zeit entwickelt und auf Grund praktischer Bed\u00fcrfnisse mehrmals ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptmerkmale des japanischen Schwertes sind:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die elegante Form mit oder ohne Mittelgrat mit den konvex geformten Seitenfl\u00e4chen<\/li>\n\n\n\n<li>Die sorgf\u00e4ltig geschliffenen, polierten Fl\u00e4chen der Klingen, die die Schmiedestruktur des Stahls sichtbar machen<\/li>\n\n\n\n<li>Die verschiedenen, vielf\u00e4ltigen H\u00e4rtemuster entlang der Schneide, die durch den vorher beschriebenen H\u00e4rtungsproze\u00df entstanden sind.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Alle diese Merkmale sind in einer guten Klinge vorhanden. Sichtbar und erkennbar werden sie nur, wenn sie von einem kompetenten Polierer in m\u00fchevoller und geduldiger Handarbeit auch sichtbar gemacht werden. Der Polierer muss wissen, wie die Klinge urspr\u00fcnglich angelegt wurde, denn die verschiedenen Schmiedestile erfordern unterschiedliche Behandlungen. Um ein Schwert gem\u00e4\u00df seiner Qualit\u00e4ten richtig beurteilen zu k\u00f6nnen, sind die vorher erw\u00e4hnten Kenntnisse wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Polieren, das sachgerechte Restaurieren einer Klinge ist nur m\u00f6glich, wenn der Polierer wei\u00df, was er poliert. Jedes Zeitalter, jede Schule und jeder Stil erfordern Schleif\u2013 und Poliermethoden, die sich nach Anlage der Klinge richten m\u00fcssen, um die Spezifika des Stil zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstversuche an japanischen Schwertern, mit welchen Mitteln auch immer, sind abzulehnen, da solches eine Klinge ruinieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine gute Politur wird durch sorgf\u00e4ltiges, zeitaufwendiges und nur von Hand zu bewerkstelligendes Abschleifen der Klinge mit einer Serie von Steinen wechselnder Konsistenz und H\u00e4rte erzielt. Hierbei werden Oberfl\u00e4chenstrukturen <i>(kitae-hada)<\/i> und die verschiedenen strahlenden H\u00e4rtungserscheinungen auf der Klinge sichtbar. Wurde z. B. eine Klinge mit hoher Temperatur geh\u00e4rtet, erscheinen die martensitischen Kristalle, die <i>nie<\/i>, wie strahlende kleine Brillanten, w\u00e4hrend eine niedrigere H\u00e4rtungstemperatur die <i>nioi<\/i>\u2013Kristalle wie milchigen Nebel oder Wolkenmuster hervorbringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das japanische Schwert als Kunstwerk studieren und w\u00fcrdigen zu k\u00f6nnen, sollte man mit dem Studium der Schwertformen beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Darauf sollte man die kristalline Struktur der H\u00e4rtelinie, die Qualit\u00e4t des Stahls und des Schmiedemusters untersuchen und nicht zuletzt die Angel mit der eventuell vorhandenen Signatur betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Angel zeigt wichtige Merkmale, wie die Farbe des Rostes, die Feilmarken, die L\u00f6cher f\u00fcr die <i>mekugi<\/i> und, falls vorhanden, nat\u00fcrlich Stil und Form der Inschrift, die beachtet werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle diese Kriterien zusammen k\u00f6nnen Hinweise auf die Entstehungszeit der Klinge und die Identit\u00e4t des K\u00fcnstlers oder seiner Sch\u00fcler geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die Geschichte, das Studium und die W\u00fcrdigung des japanischen Schwertes<\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der gesamten Geschichte Japans, bis zur <i>Meiji<\/i>-Restauration im Jahre 1868, wurden Schwerter nat\u00fcrlich zum Kampf benutzt. Deshalb unternahmen Samurai gr\u00f6\u00dfte Anstrengungen ein gutes Schwert zu besitzen, da es ja die Waffe war, mit der sie evtl. schon am n\u00e4chsten Tag k\u00e4mpfen mussten. Davon abgesehen war das Schwert zusammen mit seiner Montierung auch immer ein Statussymbol.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie hoch Schwerter gesch\u00e4tzt wurden, mag folgende Begebenheit verdeutlichen. Auf das Familienerbst\u00fcck des <i>daimyo<\/i> von Tosa, ein Schwert von <i>Kanemitsu<\/i>, hatte der <i>Shogun<\/i> ein Auge geworfen. Der <i>Daimyo<\/i> weigerte sich, das Schwert dem <i>Shogun<\/i> zu schenken und lehnte dies mit der \u00c4u\u00dferung ab: <i>&#8230;\u201cauch wenn ich ganz Tosa daf\u00fcr aufgeben m\u00fcsste, w\u00fcrde ich das Schwert niemandem \u00fcberlassen &#8230; !&#8221;<\/i><\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund dieser Episode bekam das Schwert auch seinen Namen <i>&#8220;Ikoku Kanemitsu&#8221;<\/i> (<i>ikoku<\/i> = im Wert einer Provinz). Dieses Schwert ist heute als <i>Juyo Bunkazai<\/i>, d.h. als ein wichtiger Nationalschatz eingestuft.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil es extrem schwer war das Werk eines ber\u00fchmten Schwertschmiedes zu erwerben, wurden schon in alten Zeiten viele Schwerter mit falschen Signaturen versehen und dies sogar von Schmieden, die sp\u00e4ter selbst durch eigene Werke ber\u00fchmt wurden. Von manchen Schmieden, wie z. B. <i>Kotetsu<\/i>, <i>Shinkai<\/i> aber auch anderen, existieren besonders viele F\u00e4lschungen. Aus dieser Tatsache kann man folgern: Da es erwiesenerma\u00dfen viele japanische Schwerter gibt, die entweder falsch signiert sind oder deren Qualit\u00e4t mangelhaft ist, ist es au\u00dferordentlich wichtig, Schwerter intensiv zu studieren, um gute von schlechten Klingen zu unterscheiden und echte von falschen Signaturen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweckm\u00e4\u00dfigerweise geht man bei der Beurteilung einer Klinge wie folgt vor.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">FORM<\/h4>\n\n\n\n<p>Man versucht, wenigstens ann\u00e4herungsweise, aufgrund der Form die Zeit zu bestimmen, in der das Schwert hergestellt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><i>HAMON<\/i><\/h4>\n\n\n\n<p>Die nach der Form ermittelte Zeit versucht man durch Studium des Musters der H\u00e4rtelinie zu best\u00e4tigen, wobei auch die Schule, zu der der Schwertschmied geh\u00f6rte, evtl. festgelegt werden kann. Unter Umst\u00e4nden ist hier schon der Schmied der Klinge zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><i>HADA<\/i> und <i>JITETSU<\/i><\/h4>\n\n\n\n<p>Bei sorgf\u00e4ltiger Betrachtung der Oberfl\u00e4che des Schwertes erkennt man, in welcher Zeit &#8211; Koto, Shinto oder Shin-Shinto &#8211; das Schwert entstanden ist. Evtl. kann man auch hieraus Erkenntnisse auf die Schule oder den Meister selbst gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><i>BOSHI<\/i><\/h4>\n\n\n\n<p>Auch das genaue Studium des boshi und der gesamten Spitze kann weitere Auskunft dar\u00fcber geben, von welchem Meister oder welcher Schule das Schwert letztlich stammt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">ANGEL<\/h4>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend untersucht man die Angel auf ihre Charakteristika und liest die eventuell vorhandene Signatur. Erfreulich ist es, wenn die typische Technik des Meisters schon unverwechselbar in der Klinge selbst zu erkennen ist. Die Signatur der Angel sollte im Idealfall nur eine Best\u00e4tigung der Arbeitsweise sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zur Geschichte der japanischen Schwerter<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>1. <i>JOKOTO<\/i>-Periode<\/b> (Erdfunde und pr\u00e4historische Schwerter, (ca. 4. Jhdt. bis 10. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Die fr\u00fchesten Eisenschwerter, die man in Japan gefunden hat, sind wahrscheinlich aus Korea und China importiert worden und wurden aber bald auch von einheimischen Schmieden hergestellt. Fast alle dieser Schwerter sind Bodenfunde und wurden aus den \u00fcber ganz Japan verstreuten Grabh\u00fcgeln geborgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Klingen sind alle gerade, ein- oder zweischneidig, wobei zu bemerken ist, dass die einschneidigen in der Form <i>kire-ba-zukuri<\/i> aufgebaut sind, w\u00e4hrend die zweischneidigen entweder ebenfalls <i>kire-ba-zukuri<\/i> (auf beiden Seiten) oder aber auf einer Seite mit Mittelgrat gefertigt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese <i>Jokoto<\/i>-Schwerter wurden haupts\u00e4chlich von Fu\u00dfsoldaten als Stich oder Stosswaffen gebraucht und wohl kaum als Hiebwaffe von Reitern benutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem sp\u00e4ten 9. Jhdt. wurde die Reiterei in Japan vermehrt zum Kampf eingesetzt, weshalb aufgrund dieser Form der Kriegsf\u00fchrung an Klingen neue und andere Anforderungen gestellt wurden. Die Schwertschmiede entwickelten deshalb gekr\u00fcmmte Klingen. Bei den fr\u00fchesten Klingen dieser Art ist die Biegung zum Griff hin st\u00e4rker akzentuiert. Dadurch waren diese Schwerter geeigneter f\u00fcr den berittenen K\u00e4mpfer. So wurde \u00fcber die Zeiten die importierte Form ver\u00e4ndert, verbessert und endlich die einzigartige Form entwickelt, die das japanische Schwert auszeichnet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>2. Mitte <i>HEIAN<\/i> bis fr\u00fche <i>KAMAKURA<\/i>-Periode<\/b> (10. Jhdt. bis sp\u00e4tes 12. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach dem 10. Jhdt., als sich langsam die K\u00e4mpfe der Japaner nicht mehr gegen die inzwischen stark zur\u00fcckgedr\u00e4ngten Ureinwohner Japans, die <i>Ainu<\/i>, richteten, sondern die verschiedenen japanischen Familien sich untereinander zu bek\u00e4mpfen begannen, stieg der Bedarf an Schwertern, die sowohl f\u00fcr den Kampf Reiter gegen Reiter, als auch f\u00fcr den Kampf Reiter gegen Fu\u00dftruppen geeignet waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die so entwickelten Schwerter sind etwa 80 cm lang (gemessen von der Spitze bis zum Beginn der Angel) und haben eine tiefe Biegung im angelnahen Teil der Klinge, w\u00e4hrend die Biegung zur Spitze hin fast v\u00f6llig verschwindet und so das Schwert auch zum Stoss geeignet ist. Die Spitzen sind in dieser Zeit sehr klein. Der vorherrschende <i>hamon<\/i> dieser Zeit war ein <i>suguha<\/i> in seinen vielf\u00e4ltigen Auspr\u00e4gungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Klingenform nennt man <i>tachi<\/i>. Sie wurden mit der Schneide nach unten h\u00e4ngend am G\u00fcrtel getragen. Es gab in dieser Zeit auch schon <i>tanto<\/i> (Dolche), von denen aber nur sehr wenige bis heute erhalten sind.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>3. Mittlere <i>KAMAKURA<\/i>-Periode<\/b> (etwa fr\u00fches bis sp\u00e4tes 13. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Errichtung des neuen milit\u00e4rischen Machtzentrums in <i>Kamakura<\/i> durch den <i>Minamoto<\/i>\u2013Clan bedeutete das Ende der hoch stehenden <i>Heian<\/i>-Kultur der <i>Fujiwara<\/i>\u2013Familie. Macht und Strenge, beeinflusst durch den asketischen <i>Zen<\/i>-Buddhismus, wurden nun zum Ideal des Kriegeradels.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwerter hatten zwar nach wie vor den tiefsten Punkt der Kr\u00fcmmung in der N\u00e4he des Griffes, wurden jedoch im Vergleich zu den Klingen der vorangegangenen Epoche zur Spitze breiter. Die Spitze selbst wurde l\u00e4nger und st\u00e4rker, <i>chu<\/i>-kissaki und <i>ikubi<\/i>-kissaki wurden vorherrschend.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Muster des <i>hamon<\/i> ver\u00e4nderte sich ebenfalls vielfach. Neben einem ruhigen <i>suguha<\/i> entstanden <i>choji-midare<\/i>-Muster von flamboyanter Bewegung und Sch\u00f6nheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Zeit sind nunmehr auch viele <i>tanto<\/i> erhalten. Diese Dolche sind ca. 24 cm lang und haben entweder keine oder eine zur Schneide hin geneigte Biegung des R\u00fcckens.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>4. Sp\u00e4te <i>KAMAKURA<\/i>-Periode<\/b> (sp\u00e4tes 13. Jhdt. bis beginnendes 14. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>In den Jahren 1274 und 1281 versuchten die Mongolen zweimal Japan zu erobern. Sie wurden jedoch durch den verzweifelten Kampfeswillen der Japaner aufgehalten. In beiden F\u00e4llen vernichtete ein Taifun die Flotte der Mongolen, was man als <i>kami-kaze<\/i>, \u201eg\u00f6ttlicher Wind\u201c bezeichnete. Daraufhin konnten die japanischen Krieger die \u00fcberlebenden Eindringlinge relativ schnell besiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dieser Gelegenheit wurden die Japaner mit v\u00f6llig neuen Taktiken und Bewaffnungen konfrontiert. So hatten die Mongolen wattierte Lederpanzer, die mit den damaligen japanischen Schwertern kaum zu durchschlagen waren. In den Schlachten, die nach den Mongoleneinf\u00e4llen gefochten wurden, erkennt man bereits, dass die Japaner aus diesen K\u00e4mpfen gelernt hatten. Statt auf berittene Einzelk\u00e4mpfer setzten sie nun vermehrt auf Fu\u00dftruppen in fester Schlachtordnung mit massiver Unterst\u00fctzung durch Bogensch\u00fctzen. Die schwere R\u00fcstung <i>(o-yoroi)<\/i> wurde mehr und mehr durch die leichteren do-maru ersetzt und diese praktischeren R\u00fcstungen wurden von nun an nicht nur von den Fu\u00dftruppen, sondern auch von hochrangigen Kriegern getragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <i>tachi<\/i> aus dieser Zeit haben eine nicht mehr ganz so tiefe Biegung und die Kr\u00fcmmung verlagert sich mehr zur Mitte der Klinge hin <i>(tori-zori)<\/i>. Die Klingen werden breiter, im R\u00fccken d\u00fcnner, die Schneidefl\u00e4chen sind nicht mehr so konvex <i>(hira-niku)<\/i> und die Spitzen werden l\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Zeit gibt es noch viele Dolche. Diese tanto sind geringf\u00fcgig l\u00e4nger als die fr\u00fcheren und haben in den meisten F\u00e4llen keinerlei Biegung mehr <i>(mu-zori)<\/i>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>5. <i>NAMBOKUCHO<\/i>-Periode<\/b> (1333 \u2013 1392, fr\u00fches bis sp\u00e4tes 14. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Diese Zeit war gekennzeichnet durch die Errichtung von zwei Kaiserh\u00f6fen in <i>Nara<\/i> und <i>Kyoto<\/i>, die sich 60 Jahre lang K\u00e4mpfe um die Vorherrschaft lieferten. Letztendlich siegte der n\u00f6rdliche Hof in Kyoto durch die Unterst\u00fctzung des <i>Shogun Ashikaga Takauji<\/i>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlachten dieser Zeit spielten sich haupts\u00e4chlich in gebirgigem Gebiet zwischen <i>Nara<\/i> und <i>Kyoto<\/i> ab, wodurch gr\u00f6\u00dfere Reiterk\u00e4mpfe infolge des ung\u00fcnstigen Gel\u00e4ndes relativ selten waren. Fu\u00dfk\u00e4mpfe mit <i>tachi<\/i> und <i>naginata<\/i> waren die Regel. Um das Gewicht der langen <i>tachi<\/i> zu reduzieren, wurde die <i>kasane<\/i>, die Breite des Klingenr\u00fcckens, relativ d\u00fcnn gehalten. Die <i>mihaba<\/i> wurde verbreitert. Zus\u00e4tzlich findet man auch oft <i>bo-hi<\/i> in allen Variationen, die eine zus\u00e4tzliche Gewichtsersparnis brachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die R\u00fcstungen dieser Zeit (<i>do-maru<\/i> und <i>haramaki<\/i>), waren leichter als zuvor, um die Beweglichkeit des Fu\u00dfk\u00e4mpfers zu garantieren. Die gro\u00dfe R\u00fcstung <i>(o\u2013yoroi)<\/i> kam auf Grund ihres hohen Gewichtes aus der Mode.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dolche dieser Zeit waren ebenfalls l\u00e4nger und breiter als die aus den vorangegangenen Perioden. Erw\u00e4hnt werden muss, dass es von dieser Zeit an auch gekr\u00fcmmte <i>tanto<\/i> gibt. Diese sind l\u00e4nger als die bisher \u00fcblichen Dolche und ihre kasane ist relativ d\u00fcnn.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese <i>tanto<\/i> k\u00f6nnen sogar l\u00e4nger als ein <i>shaku<\/i> (30,3 cm) sein, was bedeutet, dass diese Dolche eigentlich <i>wakizashi<\/i> sind. In diese Zeit f\u00e4llt also die &#8220;Erfindung&#8221; des Kurzschwertes. Zwar gab es schon fr\u00fcher Klingen in der L\u00e4nge \u00fcber einem und unter zwei <i>shaku<\/i> &#8211; diese Klingen waren jedoch so genannte <i>ko\u2013dachi<\/i> und wurden auch wie <i>tachi<\/i> getragen, weshalb sie ein anderer Schwerttyp sind als das <i>wakizashi<\/i>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>6. Fr\u00fche <i>MUROMACHI<\/i>-Periode<\/b> (1392 \u2013 1573, sp\u00e4tes 14. Jhdt. bis sp\u00e4tes 15. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Die <i>tachi<\/i>\u2013Klingen dieser Zeit unterscheiden sich von der Form der vorhergehenden Schwerter. Die Klingen verlieren ihre extreme Breite <i>(mihaba)<\/i>, sowie ihre extrem langen Spitzen und auch ihre Gesamtl\u00e4nge wird k\u00fcrzer.<\/p>\n\n\n\n<p>Bezeichnend ist, dass das Zentrum der Kr\u00fcmmung nach oben, also zur Spitze hin, wandert. Von wesentlicher Bedeutung f\u00fcr diese Zeit ist die &#8220;Erfindung&#8221; des <i>katana<\/i>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tragweise der Schwerter \u00e4nderte sich. Man trug weniger mit der Schneide nach unten h\u00e4ngende <i>tachi<\/i>, sondern steckte die nunmehr k\u00fcrzeren <i>katana<\/i> mit der Schneide nach oben in den G\u00fcrtel, was ein leichteres Ziehen der Klingen erlaubte. Diese Technik bew\u00e4hrte sich in den immer h\u00e4ufiger vorkommenden K\u00e4mpfen der Fu\u00dftruppen. Eine mittlere Standardl\u00e4nge f\u00fcr Schwerter dieser Zeit liegt somit bei ca. 65 bis ca. 70 cm.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das <i>wakizashi<\/i> wurde wichtiger. Es wurde sowohl in <i>hira-<\/i> als auch in <i>shinogi-zukuri<\/i> hergestellt und erfreute sich als &#8220;Hilfsschwert&#8221; steigender Beliebtheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dolche dieser Zeit werden mit ca. 27 cm wieder etwas k\u00fcrzer als in der vorangegangenen Periode und \u00e4hnelten wieder den Dolchen aus der sp\u00e4ten <i>Kamakura<\/i>-Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>7. Sp\u00e4te <i>MUROMACHI<\/i>-Periode<\/b> (etwa sp\u00e4tes 15. Jhdt. bis sp\u00e4tes 16. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Diese Zeit wird bestimmt von den st\u00e4ndigen K\u00e4mpfen der verschiedenen Warlords und ihren Parteien im ganzen Land und dem fast v\u00f6lligen Zusammenbruch der Zentralmacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gefechte wurden von Truppenkontingenten in fester Schlachtordnung gef\u00fchrt. Ritterliche Einzelk\u00e4mpfe wie in fr\u00fcheren Jahrhunderten kamen nicht mehr vor. Als Hauptwaffen wurden Lanzen und Luntenschlo\u00dfmusketen portugiesischer Bauart eingesetzt. Erst im h\u00e4rtesten Nahkampf gebrauchte man Schwerter. Die zu dieser Zeit massenhaft aus schlechtem Stahl gefertigten Klingen sind gr\u00f6\u00dftenteils nur noch als Waffen zu bezeichnen und k\u00f6nnen kaum den Anspruch eines Kunstwerkes erf\u00fcllen. Neben den vielen billigen Massenproduktionen wurden nat\u00fcrlich auch immer wieder hochwertige Klingen geschmiedet, die Anspr\u00fcchen an ein Kunstwerk gen\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Zeit stammen zwei Typen von <i>katana<\/i>, das <i>uchi-gatana<\/i> mit einer kurzen Angel, zum Gebrauch f\u00fcr eine Hand mit einer L\u00e4nge von ca. 64 cm, sowie ein ca. 75 cm langes <i>katana<\/i> mit einer l\u00e4ngeren Angel f\u00fcr den zweih\u00e4ndigen Gebrauch.<\/p>\n\n\n\n<p><i>Wakizashi<\/i> waren mit einer L\u00e4nge von ca. 50 cm bis 55 cm etwas l\u00e4nger als in der vorherigen Periode und wurden zusammen mit dem <i>katana<\/i> getragen. Es entwickelte sich die sp\u00e4ter auch reglementierte Mode beide Schwerter identisch montieren zu lassen, womit das <i>&#8220;Dai-Sho&#8221;<\/i> (w\u00f6rtl: gro\u00df\u2013klein) erfunden war.<\/p>\n\n\n\n<p><i>Tanto<\/i> aus dieser Zeit kommen in vier Typen vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleine Dolche in <i>hira-zukuri<\/i> ohne <i>sori<\/i> oder mit gegenl\u00e4ufigem <i>sori<\/i>. Etwas breitere und l\u00e4ngere Dolche mit <i>saki-sori<\/i>. Es gibt kleine Dolche deren Schneiden und Spitzen fast gerade sind und au\u00dferdem zweischneidige Dolche <i>(moroha-zukuri)<\/i>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>8. <i>MOMOYAMA<\/i>-Periode<\/b> (sp\u00e4tes 16. Jhdt. bis fr\u00fches 17. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit dem Beginn der <i>Keicho<\/i>-\u00c4ra (1596) endet die <i>koto<\/i>\u2013Periode. In den folgenden Jahrzehnten ver\u00e4ndern sich die Schwertformen und das <i>shinto<\/i>\u2013Schwert, mit seinen je nach Zeiten verschiedenen Auspr\u00e4gungen, entsteht. Zun\u00e4chst werden in der <i>Keicho<\/i>\u2013Periode Klingen, die in Form denen der <i>Namboku\u2013cho<\/i>\u2013Zeit \u00e4hneln, geschmiedet. Die typische Klinge der Zeit hat eine geringe Kr\u00fcmmung und wird zur Spitze hin nicht wesentlich schmaler. Die <i>kasane<\/i> wird wieder etwas dicker.<\/p>\n\n\n\n<p>Schmiede stellten in dieser Zeit nicht mehr ihre eigenen St\u00e4hle her, sondern bezogen diese von professionellen Herstellern. Auch importierter Stahl bzw. Eisen wurde verwendet. Diese unterschiedlichen Stahlqualit\u00e4ten erlaubten bzw. erforderten auch andere Verarbeitungsmethoden. Dadurch \u00e4nderten sich das hada und der Hamon \u2013 weshalb das <i>Shinto<\/i>\u2013Schwert eine andere \u00e4sthetische Wirkung hat als eine <i>Koto<\/i>\u2013Klinge. Die ber\u00fchmten Meister der Shinto\u2013Periode schmiedeten immer noch k\u00fcnstlerisch ganz hervorragende Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwerter dieser Zeit wurden nicht mehr in Schlachten eingesetzt, sondern fanden h\u00f6chstens noch in Zweik\u00e4mpfen Verwendung. An das Schwert wurden nun andere Anspr\u00fcche gestellt, es musste nicht mehr Eisen- oder Lederpanzer durchschlagen oder durchstechen, sondern baumwollene oder seidene Kimono. Auch in k\u00fcnstlerischer Hinsicht ver\u00e4nderte sich der Geschmack und neue Varianten des <i>Hamon<\/i> wurden entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gestaltungen oder Formen nach den Prinzipien der Gokaden, der f\u00fcnf traditionellen Richtungen, sind in den neuen Schwertern selten zu sehen. Die relative Freiz\u00fcgigkeit und der dauerhafte Friede erm\u00f6glichten es, dass Schmiede reisen konnten und auch von ihren F\u00fcrsten zu Meistern anderer Provinzen geschickt wurden um dort zu lernen. Diese Schmiede nehmen andere neue Einfl\u00fcsse und Techniken auf, und so mischen sich die vorher regional unterschiedenen Stile. Viele Meisterschmiede arbeiten deshalb auch in mehreren unterschiedlichen Richtungen. Von dieser Zeit an kann man nunmehr nur noch vereinzelt von den f\u00fcnf alten Schulen sprechen. Es entstanden neue Schulen, die bis heute nach Meistern oder Orten benannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><i>Tanto<\/i> werden seltener hergestellt. Die Mehrzahl der <i>Tanto<\/i> und <i>Wakizashi<\/i> erinnern in L\u00e4nge, Breite und Formen an diejenigen der <i>Nambokucho<\/i>-Periode, mit der Ausnahme, dass die <i>Kasane<\/i> nun dicker ist als sie beim Vorbild und Original war.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>9. Fr\u00fche bis mittlere <i>EDO<\/i>-Periode<\/b> (etwa Mitte 17. Jhdt. bis sp\u00e4tes 18. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Durch den Frieden in der <i>Tokugawa<\/i>-Periode wurde <i>ushido<\/i>, der \u201eWeg des Kriegers\u201c, bestimmend f\u00fcr die Klasse der <i>samurai<\/i>. Fechtschulen entstanden und neue Arten des Schwertfechtens, in denen man nicht mehr haupts\u00e4chlich Hiebtechniken, sondern auch den Stoss mit der Klinge \u00fcbte.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend wurde in der <i>Kanbun<\/i>\u2013Zeit das Schwert gerader und die Spitze k\u00fcrzer. Die Form dieser Klingen wurde <i>Kanbun\u2013Sugata<\/i> genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 1652 mussten die Samurai zwei Schwerter tragen, das <i>Dai-Sho<\/i> oder das Schwertpaar.<\/p>\n\n\n\n<p>Dolche wurden nach diesem Datum selten hergestellt. Wenn jedoch <i>Tanto<\/i> in dieser Zeit geschmiedet wurden, dienten f\u00fcr deren Formgebung Werke der <i>Kamakura<\/i>-Periode als Vorbilder.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa um 1688 bl\u00fchten die Wirtschaft und der Handel auf. Die sehr luxuri\u00f6se <i>Genroku<\/i>-Kultur brach an. Reiche Kaufleute, die nur <i>Wakizashi<\/i> tragen durften, lie\u00dfen sich von den ber\u00fchmtesten Schwertschmieden Kurzschwerter anfertigen. Aus dieser Zeit gibt es hervorragende Meisterwerke<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><b>10. Sp\u00e4te <i>EDO<\/i>-Periode<\/b> (sp\u00e4tes 18. Jhdt. bis sp\u00e4tes 19. Jhdt.)<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit dem ausgehenden 18. Jhdt. erlebte Japan eine Welle der R\u00fcckbesinnung auf traditionelle Werte, von der auch die Schwertschmiede nicht unber\u00fchrt blieben. Die Folge war, dass nun Kopien aus allen Zeiten hergestellt wurden, die insgesamt jedoch etwas breiter und wieder etwas l\u00e4nger waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Beliebt waren Kopien aus der <i>Nambokucho<\/i>&#8211; und der sp\u00e4ten <i>Kamakura<\/i>-Zeit. Alte Schmiedemethoden wurden wiederentdeckt und angewendet, so dass man aus dieser Zeit Klingen mit sehr langen Spitzen und extremem <i>Hada<\/i> sehen kann. Dies gilt auch f\u00fcr <i>Tanto<\/i> dieser sp\u00e4ten Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">11. Moderne Zeit (etwa sp\u00e4tes 19. Jhdt. bis heute)<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Jahr 1876 kann nur als trauriges Jahr in Bezug auf die Schwertschmiedekunst genannt werden. In diesem Jahr trat durch das Edikt des Kaisers <i>Meji<\/i> das Verbot des Schwerttragens in der \u00d6ffentlichkeit in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bedarf f\u00fcr Klingen sank somit auf null. Schwertschmiede fristeten nun ihr Leben durch die Fertigung von Haushaltsgegenst\u00e4nden und Ger\u00e4tschaften f\u00fcr den landwirtschaftlichen Bedarf oder durch die Herstellung von billigen Klingen und anderen Metallwaren f\u00fcr den Export. Dennoch ist es Kaiser <i>Meji<\/i> zu verdanken, dass die Kunst des Schwertschmiedens nicht g\u00e4nzlich verloren ging, da er Schmiede durch Bindung an den Kaiserlichen Hof oder durch gezielte Auftr\u00e4ge unterst\u00fctzte<\/p>\n\n\n\n<p>Die vielen <i>Shin\u2013Gunto<\/i>\u2013Schwerter, die zu Tausenden f\u00fcr das Milit\u00e4r maschinell hergestellten Klingen aus Industriestahl, sind vom k\u00fcnstlerischen Aspekt unbedeutend und wertlos. Allenfalls sind sie in den Bereich der Militaria abzuschieben. Um solche Klingen war es nicht schade, wenn sie von den alliierten Besatzungstruppen ab 1945 eingezogen und vernichtet wurden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nach 1945<\/h4>\n\n\n\n<p>Die als &#8220;lebende Nationalsch\u00e4tze&#8221; geehrten Schmiede <i>Miyairi Shohei<\/i> und <i>Takahashi Sadatsugu<\/i> f\u00fchrten nach dem Zweiten Weltkrieg die Tradition fort, nicht Waffen sondern Kunstwerke in Form von Waffen herzustellen. In dieser Tradition folgten ihnen die Schmiede <i>Gassan Sadakatsu<\/i> und <i>Sumitani Masamine<\/i>.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1955 werden durch das Committee of Cultural Assets Conservation <i>\u201cNingen Kokuho\u201c<\/i>, d.h. &#8220;lebende Nationalsch\u00e4tze&#8221; nominiert, unter denen es auch gestaltende K\u00fcnstler anderer Disziplinen, wie z. B. von Keramik und Textilien, aber eben auch metallverarbeitende K\u00fcnstler gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tradition des Schwertschmiedens wird bis heute fortgesetzt und wird wie das Studium des Polierens der Klingen zur Erhaltung der alten Kulturtechniken vom <i>Bunka-cho<\/i>, dem Kultusministerium, und auch von der NBTHK gef\u00f6rdert. Deshalb gibt es heute wieder gute und hervorragende Schmiede und auch Polierer f\u00fcr die Restaurierung der Klingen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Augen zu \u00f6ffnen<\/h4>\n\n\n\n<p>Ein vielleicht etwas provozierender Titel f\u00fcr ein Res\u00fcmee, einen Ausblick und dennoch zugleich eine wichtige Empfehlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt, ist es durchaus m\u00f6glich, die Zeit, die Schule und den Schmied aus den Merkmalen eines Schwertes abzuleiten, indem man Stil und Form, wie in der vorstehend beschriebenen Weise, analysiert. Hierf\u00fcr ist nat\u00fcrlich die Kenntnis vieler repr\u00e4sentativer Meisterwerke durchaus wertvoll und hilfreich. Bei der Identifizierung einer Klinge sollte man aber nicht au\u00dfer Acht lassen, dass es immer und \u00fcberall Ausnahmen von den oben angef\u00fchrten Regeln geben kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb ist es unabdingbar, sich mit den Klassifikationen und dem Spezialwortschatz der Schwertterminologie intensiv zu befassen und sie zu kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist von geringem Nutzen sich viele \u201eBlankwaffen\u201c japanischer Provenienz anzuschauen, wenn diese evtl. noch schlecht und in unzureichendem Zustand sind. Nur gute, qualitativ und k\u00fcnstlerisch hochstehende Klingen helfen beim ernsthaften Studium.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei wirklichem Interesse f\u00fcr die Kunstform der japanischen Klingen und des Kodogu gibt es nur zwei M\u00f6glichkeiten seine Kenntnisse und seine Augen zu schulen: Erstens durch das Betrachten guter Schwerter und ihrer Montierungen und zweitens durch ein intensives Studium der Fachliteratur.<\/p>\n\n\n<p>\n\n\n\n<p class=\"nbthk_none\"><a href=\"https:\/\/nihoncollection.com\/\">Nihon Collection<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nihon Collection<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-33","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/33","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/33\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":144,"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/33\/revisions\/144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nbthk.eu\/ger\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}